Das Wohnzimmer stellt das Herzstück der Wohnung dar. Hier verbringen wir am meisten Zeit mit Partner, Freunden und Familie. Gerade deswegen ist es wichtig, diesen Teil der Wohnung so gemütlich und ansprechend wie möglich zu gestalten. Das fängt bei der Wahl der Wandfarbe an, geht über die Einrichtung bis hin zur Dekoration. 
Nachfolgend erfahrt ihr, worauf es ankommt und welche Tricks und Kniffe es gibt, um euer Wohnzimmer zu einer wirklichen Wohlfühloase zu machen. 

Das Wohnzimmer ist eines der meistgenutzten Räume in einer Wohnung: Hier verbringen wir unsere Freizeit, laden Freunde und Familie zum gemütlichen Zusammensein ein und verbringen kuschlige Abende mit dem Partner. Darum sollte die Gestaltung des Wohnzimmers sehr gut durchdacht sein. Die Wände sind hier entscheidend: Farbwahl und Dekoration machen den Unterschied zwischen einem erdrückenden Raumgefühl und einer heimeligen und offenen Atmosphäre aus – und das beim gleichen Ausgangsraum
Hier haben wir ein paar Ideen für eure Wohnzimmerwand gesammelt, die aus einem einfachen Raum einen Ort zum echten Wohlfühlen machen. 

Wohnzimmerwände: Das Konzept ist alles 

Eigentlich seid ihr Feuer und Flamme für eure neue Wohnung und möchtet gleich loslegen, die kahlen Wände zu bearbeiten. Es lohnt sich aber, erst einmal einen Schritt zurückzugehen und sich ein Konzept zu überlegen. Denn: Wer wild drauf los streicht und einrichtet, dem gefällt das Endergebnis vielleicht doch nicht – und man muss wieder von vorne anfangen. Hier gilt es vorab Entscheidungen zu treffen, da die Auswahl an Farben, Formen und Dekoration von Wänden riesig ist. Und dabei kommt es immer auch darauf an, wie die Wohnung und – vor allem – das Wohnzimmer beschaffen ist. Denn ob klein oder riesig: Mit der richtigen Farb- und Musterwahl, wird auch das kleinste Wohnzimmer zum Herzstück der eigenen Wohnung. 

Das Wohnzimmer tapezieren oder streichen? 

Ob man Tapete oder Farbe für sein Wohnzimmer wählt, hängt immer auch von der Wandbeschaffenheit ab. Sind die Wände glatt, gut ausgebessert oder noch vollkommen neu, kann man ruhig zur Farbe greifen. Sind allerdings viele Fehler in den Wänden, die Ecken schlecht ausgebesserte oder andere Makel vorhanden, dann ist eventuell eine Tapete die bessere Wahl. Kleinere Probleme sind hier schnell versteckt – sozusagen unter die Tapete gekehrt. Auch hier gibt es eine große Auswahl. Welche Tapete ist also nun die richtige für dein Wohnzimmer? 

Welche Tapete ist die Richtige? 

Wohnzimmer gibt es in allen erdenklichen Formen. Und für jede dieser Formen gibt es auch die passende Tapete. Bei niedrigen Wänden bieten sich Tapeten mit Streifen an. So macht man sich einen optischen Trick zu nutzen; denn: gestreifte Tapeten strecken die Wände optisch. Trotzdem sind sie recht neutral – lenken also nicht von Möbeln und dekorativen Elementen ab. Extravagante Designs sind demnach nicht zu empfehlen. Schließlich sollen die Wände den Einrichtungshighlights nicht die Show stehlen. Daher sind einfache Motive und schlichte Farben besser geeignet. Allerdings kann man auch hier Akzente setzen: Beispielsweise mit einzelnen Fototapeten, die mit ihren individuellen gestalt- und auswählbaren Motiven etwas frischen Wind bringen. Es muss ja nicht immer nur die weiße Raufasertapete sein. 

In welcher Farbe soll ich mein Wohnzimmer streichen? 

Grundsätzlich solltet ihr bei der Tapete eher zu sanften und nicht zu knalligen Farben greifen. Denn diese wirken schnell erdrückend und lassen den Raum kleiner wirken, als eine helle und freundliche Farbe. Hat man aber schöne Wände, dann kann man auch getrost zur Wandfarbe greifen. Hier gilt: Farbwahl ist alles! Für kleine Räume bieten sich helle Farben an, denn dunkle Farbtöne lassen das Wohnzimmer sonst noch kleiner wirken, als es vielleicht ohnehin schon ist –ähnlich wie bei der Tapete, die allerdings nur schwierig zu überstreichen ist, sollte einem der Farbton auf einmal nicht mehr gefallen.

Das heißt aber nicht, dass nur Weiß oder andere helle Farben im Wohnzimmer ihren Platz haben. Dunkle Farben in Maßen kann ein Wohnzimmer auch aufwerten – so, zum Beispiel, bei großen Räumen. Hier kann man mit dunklen Farben etwas Ordnung schaffen und eventuell verschiedene Bereiche abgrenzen, wie eine Zone zur Entspannung oder einen Essbereich. Verschiedene Farben haben allerdings auch verschiedene Effekte. 

Pinke Wandfarbe

Wie wirken unterschiedliche Farben? 

Hell und freundlich – so wollen die meisten ihr Wohnzimmer haben. Hell ist hier eine ziemlich klare Ansage. Aber was ist eigentlich mit „freundlich“ gemeint? Freundlich – das sind für gewöhnlich die warmen Farbtöne wie Rot, Gelb oder Orange. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, denn: warme Farben unterscheiden sich. Nehmen wir zum Beispiel Rot. Diese Farbe ist zwar ein warmer Ton, allerdings auch eine Signalfarbe und sehr aufdringlich – weswegen es auch gerne für Warnungen und Schilder verwendet wird. Soll das Wohnzimmer eher ein Raum zum Entspannen werden, ist dieser Ton weniger geeignet. Ist das Wohnzimmer aber auch als Gruppen- und Partyraum gedacht, ist Rot genau das Richtige. Aber: Nicht übertreiben! Am besten wählt man eine neutrale Farbe und setzt warme Akzente. So überfordern solche starken Farben nicht und sorgen trotzdem für das gewünschte freundliche Ambiente.  

Passen meine Möbel zur Farbe? 

Auch solltet ihr darauf achten, welche Möbel ihr schon habt und was ihr noch Nachkaufen möchtet. Denn: nicht alle Möbel vertragen sich mit allen Farben. Wuchtige Einrichtungsgegenstände kommen vor allem vor neutralen Hintergründen zur Geltung. Ist die Einrichtung des Wohnzimmers ohnehin schon dezent, dann kann es auf der Wand auch etwas bunter getrieben werden. Aber: wie bei allen Einrichtungsfragen ist auch hier der persönliche Geschmack entscheidend. Soll eine wirklich gemütliche Atmosphäre aufkommen, sind kalte Farben nicht zu empfehlen. Es sei denn, diese werden durch eine Holzoptik wieder etwas ausgeglichen. Ist die Einrichtung ein Hingucker, dann sollte nicht auch noch die Wand ein Highlight in der Wohnung werden. Sind die Wände mit vielen schönen Ornamenten geschmückt, dann lässt sich das am besten mit einer schlichten Einrichtung ausgleichen. Auch dafür gibt es einige Möglichkeiten. 

Ideen Wandgestaltung und Wanddeko 

Wände sind mehr als nur Farbe oder Tapete. Mit vielen kleine Handgriffen oder Deko-Elementen lässt sich auch aus einer weißen Wand viel machen. Sie lässt sich nämlich wunderbar als Leinwand für die eigenen kreativen Ideen verwenden. Eine trendige Möglichkeit ist das Washi Tape, auch Masking Tape genannt. Beides bezeichnet eine Art Deko-Klebeband, das es in vielen verschiedenen Mustern und Farben gibt. Aber keine Sorge: So einfach wie sich das Washi Tape anbringen lässt, so leicht bekommt ihr es auch wieder von eurer Wand weg – ganz ohne Rückstände. Ihr sucht euch also das passende Washi Tape aus und könnt dann direkt loslegen. Überlegt euch ein Muster und lasst eurer Kreativität freien Lauf.

Beliebt sind aber auch Wandschablonen. Diese könnt ihr vorgefertigt kaufen oder selbst basteln. Mehr als eine Schere, Karton und eine Idee für ein Motiv braucht man dafür nicht – und vielleicht etwas Bastelgeschick. Mit der Schablone lässt sich dann ganz einfach ein schönes Muster oder Ornament auf die Wand pinseln.  

Nachdem wir die Grundlagen geklärt und einiges an Ideen gezeigt haben, wie ihr euer Wohnzimmer gestalten könnt, seid nun ihr gefragt! Deshalb gibt es jetzt nochmal eine Zusammenfassung, wie ihr am besten vorgeht, wenn ihr euer neues Wohnzimmer gestaltet. Denn: gut geplant ist halb gestrichen. 

Planung: Wie richte ich mein Wohnzimmer am besten ein? 

Zunächst solltest du dir überlegen, wie du das Wohnzimmer einrichten möchtest. Wo steht das Sofa? Wo der Fernseher? Wo platzierst du am besten deine schon vorhandenen Möbel und was musst du unbedingt noch nachkaufen? Eine kleine Skizze schadet hier nicht. Meistens geben auch schon die Form und der Schnitt des Raums die Anordnung der einzelnen Möbelstücke vor.  

Dann geht es an die Bestandsaufnahme der vorhandenen und noch zu kaufenden Möbel. Welche Farben oder Farbtöne haben sie bzw. werden sie haben? Aus welchen Materialien bestehen sie? Kühles Metall oder warme Holzoptik? Die Wandfarbe sollte dazu passen. Wollt ihr den Blick eher auf die Wände ziehen, könnt ihr es hier auch etwas wilder treiben.  

Ein Tipp: Vielleicht einmal einen Probeanstrich versuchen. Oft gibt es kleine Dosen zu geringen Preisen, die man dafür hernehmen kann. So sieht man, wie die Farbe zu verschiedenen Tageszeiten und bei verschiedenen Lichtverhältnissen wirkt und man kann eine informierte Entscheidung treffen – ohne ins Blau zu Raten mit der Farbwahl. 

Farbwahl, Einteilung und Dekoration 

Im zweiten Schritt sind dann die Farben für die Highlights oder die Unterteilungen dran, wenn ihr ein großes Wohnzimmer habt. Dafür greift ihr zu eurer Planung und schaut, welche Bereiche es in eurem Wohnzimmer gibt. Eine Ecke zum Chillen, vielleicht ein kleiner Teil für das Home-Office oder eine lauschige Leseecke?  

Als letztes könnt ihr euch über die Deko Gedanken machenBesonders kahle oder leere Stellen lassen sich so aufwerten und vielleicht sogar neue Akzente setzen, falls notwendig. Hier könnt ihr kreativ werden und eurem inneren Künstler freien Lauf lassen.  

Das Gleiche gilt übrigens auch für Tapeten. Der einzige Unterschied: Mit Tapeten könnt ihr viel leichter kleine Unregelmäßigkeiten oder Makel verstecken. Am Ende ist das natürlich reine Geschmackssache. Wer lieber Muster an der Wand haben möchte, greift zur Tapete. Für durchgehend einfarbige Varianten bietet sich das Streichen an. 

Wie habt ihr euer Wohnzimmer eingerichtet? Habt ihr selber noch weitere Tipps zur Gestaltung? Verratet es uns in den Kommentaren! Wir freuen uns auf eure Vorschläge!

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3 Comments

  1. Ich habe eine neue Wohnung gekauft und bin auf der Suche nach Tipps, um die Wohnzimmerwände zu streichen. Ich glaube, dass die Farbe sehr wichtig für die gesamte Atmosphäre ist! Dein Beitrag ist sehr hilfreich und hat mir ein paar gute Ideen angeboten. Danke!

  2. Als meine Wohnung renoviert wurde, fand ich sehr schwierig, die passende Farbe für das Wohnzimmer zu finden. Da es um ein sehr großes Zimmer geht, habe ich am Ende zusammen mit dem Maler entschlossen, verschiedene Farben zu verwenden, je nach Bereich. Wie Sie anführen, kann man damit die verschiedene Bereiche abgrenzen. Dank dieser Methoden hat man auch den Eindruck in zwei verschiedenen Zimmer zu sein!

  3. Ich kann mit Ihren Tipps zur Wohnzimmergestaltung viel anfangen. Da auch ich kleine Mängel an der Wand habe werde ich mich, wie Sie vorschlagen, für eine Tapete entscheiden. Ihre Tipps werde ich sogleich meinem Raumausstatter mitteilen.

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