Marion V. ist 28 Jahre und von Beruf Physiotherapeutin. Sie ist verheiratet und wohnt im bayerischen Landsberg. Hier hat sie mittlerweile eine 60 qm große Wohnung in zentraler Lage. Doch bis dahin war es ein harter Weg, den sie heute mit uns teilen möchte. 

 

Liebe Marion, was musstest du durchmachen, bis du deine jetzige Wohnung gefunden hast? 

Die Wohnungssuche war für mich eine nervenaufreibende Zeit. Ich habe viel Arbeit in die Recherche im Internet investiert, aber hier war nur selten das Richtige für mich dabei. Darauf folgten dann endlose Telefongespräche mit potentiellen Vermietern, die eine für mich interessante Wohnung anboten, aber auch die scheiterten oftmals. Der Hauptgrund war, dass sie bereits einen Mieter gefunden hatten, aber das Objekt noch in der Börse stand. Andere konnte ich dann gar nicht erst erreichen. Hierauf folgten dann natürlich zahlreiche Wohnungsbesichtigungen, darunter einige von den berüchtigten Massenbesichtigungen. Alles in allem bereitete mir die ganze Suche viele schlaflose Nächte. 

 

Was waren die größten Probleme, auf die du bei der Wohnungssuche gestoßen bist? 

Am nervigsten fand ich es, die Makler oder potentiellen Vermieter erst einmal an die Strippe zu bekommen. Deren Erreichbarkeit war ein wirkliches Problem bei der Wohnungssuche, das mich einiges an Nerven gekostet hat. Das Arrangieren von Besichtigungsterminen war auch ein echtes Problem. Man muss die Leute erst einmal kontaktieren, was per Telefon, wie schon gesagt, manchmal echt schwierig war. Dann muss man einen gemeinsamen Termin finden. Gerade bei privaten Vermietern ist das wirklich anstrengend, da diese oft nur am Wochenende Zeit haben. Das ist zwar verständlich, aber ärgerlich. Da geht einem ja die ganze Freizeit flöten. 

 

Was war dein schlimmstes Erlebnis bei der Wohnungssuche? 

Einmal war ich bei einer Wohnungsbesichtigung. Im Internet sah die Wohnung wunderbar aus und auch die Beschreibung klang echt toll. Als ich sie dann allerdings sah, war das Ganze nicht mehr als eine heruntergekommene Bruchbude. Eine Frechheit! 

 

Wie schätzt du die Mietsituation in deiner Kleinstadt ein?  

Ich kann hier jetzt natürlich nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, aber für mich war es schon sehr schwierig, eine passende Wohnung zu finden. 

 

Welche Rolle spielte das Internet, als du eine Wohnung gesucht hast? 

Das Internet war für meine Suche unerlässlich. Mit Annoncen in Zeitungen alleine hätte ich nie die Angebote gefunden, die ich mir dann angeschaut habe. Viele inserieren ihre Objekte ja auch gar nicht mehr in den klassischen Medien, sondern stellen alles nur noch auf die diversen Plattformen im Internet. 

 

Was schätzt du an einem Vermieter? 

Ein Vermieter sollte ehrlich zu mir sein, gerade wenn es darum geht, ob ich seine Wohnung mieten möchte oder nicht. Wenn ich dann in seinem Objekt wohne, sollte er natürlich auch zuverlässig sein. Niemand möchte ewig auf Reparaturen in seiner Wohnung warten oder leere Versprechen bekommen, die dann nie umgesetzt werden. 

 

Was könnte die Suche nach einer Wohnung angenehmer gestalten? 

Wir hatten es gerade schon, aber Ehrlichkeit im Umgang mit den Mietern wäre ein Anfang. In Deutschland herrscht ohnehin schon ein Wohnungsmangel, da muss man einem nicht noch die Suche durch falsche Angaben oder geschönte Bilder erschweren. Toll wäre auch eine Möglichkeit, ganz einfach die passende Immobilie für mich zu identifizieren. Dann müsste man nicht dauernd diese Börsen durchforsten.  

 

Wie viel Zeit hast du damals wöchentlich in die Wohnungssuche investiert? 

Die Suche und alles was dazu gehört hat wirklich meine gesamte Freizeit aufgefressen. Für mich gab es nur noch die Arbeit und die Wohnung, an etwas anderes war nicht mehr zu denken. Deshalb auch die Schlafprobleme, der Stress war wirklich enorm. 

 

Vielen Dank für deine interessanten Einsichten, Marion! 

 

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