Schaut man sich auf dem Wohnungsmarkt der deutschen Metropolen um, reiben sich künftige Mieter oft die Augen: Die Mietpreise sind enorm und der Markt trotzdem hart umkämpft. Am Beispiel München werden hier der momentane Zustand sowie Probleme und Lösungen für den Wohnungsnotstand besprochen. 

Wer selbst schon längere Zeit auf der Suche nach einer Wohnung ist, dem sind einige Dinge klar geworden: Es braucht Zeit, ist anstrengend und kostet mehr als nur Nerven. In den Metropolen sind hier besonders die Mieten entscheidend und oftmals problematisch. In deutschen Großstädten sind die Mieten kaum noch bezahlbar, wie das Beispiel München zeigt: Der durchschnittliche Preis von €/qm lag hier im Jahr 2017 bei 16,77 €. Dies mag für München erst einmal akzeptabel klingen, jedoch muss man hier beachten, dass alle Bezirke in diese Zahl miteinfließen. Bei Wohnungen über 100 qm (dem größten Segment) liegen die Mieten im Stadtbezirk 1 (Altstadt-Lehel) bei einem Durchschnittspreis von 20,43 €/qm, wohingegen der Preis im etwas abseits liegenden Stadtbezirk 25 (Laim) 15,56 €/qm beträgt.  

 

Teure Mieten: Ein Problem für Stadt und Umgebung 

Mieten, gerade in den Großstädten, ist und bleibt teuer. Doch dies hat auch für die umliegenden Städte und Gebiete Folgen. So stiegen die Mieten in Augsburg, laut Angaben der Augsburger Allgemeinen, seit 2011 um etwa 30 Prozent. Dies hängt nicht nur mit den steigenden Zahlen der Studierenden zusammen, sondern zu einem großen Teil auch mit der besonderen Nähe zu München. Mit dem Zug ist die bayrische Hauptstadt innerhalb einer halben Stunde erreichbar, was Augsburg zu einem attraktiven Wohnort für Pendler macht. Viele Menschen entscheiden sich so für eine Wohnung in der günstigen und gut gelegenen schwäbischen Metropole. Die Kosten für das Pendeln inklusive der Mietkosten liegen hier meist noch unter den Münchner Mietpreisen. Dies ist offensichtlich oftmals rentabler als eine Wohnung direkt in München, von der man eventuell ebenso lang zum Arbeitsplatz braucht, wie mit dem Zug von Augsburg. Die hohen Mieten sind also nicht nur ein Problem der Städte selbst, sondern wirken sich auch auf ihre direkte Umgebung aus.  

 

Wo wohnen, wo arbeiten? Auf der Suche nach einer Pendlerwohnung 

So gestaltet sich auch die Wohnungssuche immer komplizierter. Musste man früher nur in der Stadt suchen, in der man am Ende auch leben und arbeiten wollte, so machen die steigenden Preise eine längere und ausgeweitete Suche notwendig. Die Suche in zwei (oder sogar mehr!) Wohnungsmärkten bedeutet hier natürlich auch einen vielfachen Aufwand.  

Hierbei spielen nicht nur die verschiedenen Märkte eine Rolle, sondern auch die individuellen Anforderungen des entsprechenden Mieters: Entscheidet man sich für ein Leben als Pendler, ist dies mit zusätzlichen Problem verbunden. Für den geneigten Nutzer der Bahn, ist hier eine Wohnung in Bahnhofsnähe fast unumgänglich, um die morgendliche Anreise möglichst angenehm zu gestalten. Für Autofahrer ist eventuell ein Parkplatz relevant (die in den Städten mittlerweile ebenso rar und teuer sind). Man muss hier also einige Variablen beachten und die gleichzeitige Überwachung von verschiedenen Wohnungsmärkten gewährleisten.  

 

Wie ist es Dir bei der Wohnungssuche ergangen? Ob Du schon länger in deiner Wohnung bist, gerade frisch Dein neues Heim bezogen hast oder noch immer nach dem perfekten Mietverhältnis suchst, teile Dein Wissen mit der RESELY-Community!

 

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